Familie Fröhlich - Schlimmer geht immer
3sat 28.06.2018 / 20:15 Uhr
  • Regie: Thomas Nennstiel

  • Musik: Karim Sebastian Elias

  • Jahr: Deutschland 2010

Bernd Fröhlich, gelernter Autoschlosser, hat über 30 Jahre lang bei einem Zuliefererbetrieb in der Automobilbranche am Fließband gestanden. Vor zwei Jahren wurde er entlassen, sein Betrieb meldete Konkurs an. Seitdem hat er unzählige Bewerbungen geschrieben und auch einige Vorstellungsgespräche gehabt, aber seine Zuversicht, zeitnah eine neue Arbeitsstelle zu finden, schwindet mit jeder weiteren Absage. Zudem ist ihm Wolf Lämmle, Bernds pingeliger Fallmanager beim Jobcenter, ein Dorn im Auge, da dieser ihn immer nur mit Worthülsen abspeist.

Zuhause hat Bernd die Rolle des Hausmanns übernommen, denn glücklicherweise konnte seine Frau Petra ihre Tätigkeit in einem Kosmetikstudio ausdehnen. Sie veranstaltet nebenbei Hauspartys, bei denen sie Kosmetika und Dessous vertreibt. Damit kann Petra die Familie einigermaßen durchbringen.

Richtig glücklich ist Bernd damit nicht, ist er doch eigentlich der Ernährer der Familie, das heißt, für sein Ego ist dieser Rollentausch nicht gerade einfach. Mit Tochter Nele (10) läuft zwar alles prima, aber die älteste Tochter Mia (19) hat sich kurz vor dem Abi noch frisch verliebt und ist auf Krawall gebürstet.

Erst mag sie ihren neuen Freund Jakob gar nicht vorstellen, doch als sie ihn schließlich mit nach Hause bringt, ist Bernd alles andere als begeistert von diesem Loser und Schmarotzer. Als Mia dann auch noch schwanger wird und sich bei einer Familienzusammenführung herausstellt, dass Jakob der Sohn von Bernds gehasstem Fallmanager Lämmle ist (der ihn gerade zu einem demütigenden 1-Euro-Müllsammeljob im Park verdonnert hat), kriegt Bernd die totale Krise.

Mia träumt von einer großen Hochzeit, und Bernd weiß nicht, wie er das jemals finanzieren soll. Doch dann macht Jakob einen Rückzieher, und es sieht ganz so aus, als ob Mia das Kind allein großziehen muss. Bernd ist als Familienvorstand gefordert. Er muss sich und seinen Lieben beweisen, dass er noch gebraucht wird.