Kameraausbildung im Wandel der Zeit

Der Studiengang "Audiovisuelle Medien (Kamera)" der TFH Berlin ist aus der Kameraabteilung der Staatlichen Fachschule für Optik und Fototechnik Berlin hervorgegangen.

Die SFOF Berlin, ursprünglich eine in Mainz gegründete Fachschule für Augenoptiker, erweiterte im Laufe der Zeit ihr Ausbildungsspektrum um die Studiengänge "Fototechnik" (1919) und "Kamera-Assistenz" (1955).
Die Abteilung Kamera bot mit der Ausbildung zum "Staatlich geprüften Kamera-Assistenten" eine der ersten filmtechnischen Ausbildungen im damaligen West-Deutschland überhaupt an, und erarbeitete sich einen exzellenten Ruf in der Branche. Absolventen der SFOF waren und sind noch immer weltweit als Kameraspezialisten unterwegs. Berühmte Beispiele unserer erfolgreichen Studenten sind Kameraleute wie Frank Griebe ("Lola rennt", 1998), Dietrich Lohmann ("Deep Impact", 1998) und Jörg Jeshel ("Black Box BRD", 2001).

Die SFOF Berlin wurde im Zuge von Umstrukturierungen aufgelöst, die Fachabteilungen Augenoptik (April 1998) und Kamera (April 2000) von der TFH Berlin übernommen und erweitert, so daß beide Ausbildungen als Diplom-Studiengänge angeboten werden konnten.

Mit dem Winter-Semester 2005 wurde der Studiengang von einem Diplom-Studiengang "Audiovisuelle Medien (Kamera)" auf den "Bachelor of arts" umgestellt.

Anfang April 2009 wird die technische Fachhochschule umbenannt in: Beuth Hochschule für Technik Berlin.


Zeittafel

Optik-Fachschule in Mainz 1909

>> 1909 (Oktober)
Eröffnung der ersten deutschen "Fachschule für Optiker" in Mainz, gegründet durch Bemühungen des Zentralverbandes der Inhaber optischer Geschäfte e.V.

>> 1912 (September)
Verlegung der Fachschule nach Berlin, Neue Roß-Straße, als "Deutsche Optikerschule, Technikum des Deutschen Optikerverbandes e.V."

>> 1914
Schließung der Fachschule, bedingt durch den ersten Weltkrieg.

>> 1919
Wiedereröffnung der Fachschule als "Deutsche Schule für Optik und Phototechnik zu Berlin", jetzt mit eigenem Studiengang für Fototechniker.

>> 1925
Umzug in das Schulgebäude in der Joachimsthaler Straße.

>> 1930
Von der Stadt Berlin wird ein eigenes Schulgebäude in der Hochstraße (nahe Bahnhof Gesundbrunnen) zur Verfügung gestellt.

>> 1943 (November)
Das Schulgebäude in der Hochstraße wird von Bomben zerstört.

>> 1944
Provisorische Unterkunft der Fachschule am Spittelmarkt.

>> 1945 (Februar)
Das Schulgebäude am Spittelmarkt wird bei einem Bombenangriff durch Feuer Zerstört.

Neues Schulgebäude 1962

>> 1945 (Herbst)
Erster Unterricht nach dem Zweiten Weltkrieg für die Abteilung Fototechnik in den Räumlichkeiten der Ingenieurschule Gauß in der Bochumer Straße.

>> 1946 (März)
Erster Unterricht nach dem zweiten Weltkrieg für die Abteilung Augenoptik.

>> 1950 (Frühjahr)
Die Fachschule steht jetzt unter der Obhut der Stadt Berlin und zieht in das Gebäude der Japanischen Botschaft in der Tiergartenstraße.

Erster Kamera-Studiengang 1955

>> 1955
Erster filmtechnischer Studiengang.

>> 1962 (Juli)
Offizielle Einweihung des neuen Schulgebäudes am Einsteinufer.

>> 1998 (April)
Die Fachrichtung Optik löst sich von der Fachschule und geht zur Technischen Fachhochschule Berlin über.

>> 2000 (April)
Die Fachrichtung Kamera wird an die Technische Fachhochschule Berlin verlagert, die Fachschule aufgelöst.

>> 2000 (Oktober)
Erster Jahrgang beginnt mit der Ausbildung zu Diplom-Kameraleuten an der TFH Berlin.

>> 2005 (Oktober)
Erster Jahrgang beginnt mit der Ausbildung zum "Bachelor of arts" an der TFH Berlin.

>> 2006 (Februar)
Der Studiengang zieht auf den Campus der TFH Berlin in die Luxemburger Str.


Übung an der Kamera


Optik-Fachschule in Mainz 1909


Erster Kamera-Studiengang 1955


Neues Schulgebäude 1962