Der Verdingbub
ARD 10.04.2018 / 00:40 Uhr
  • Regie: Markus Imboden

  • Buch: Plinio Bachmann

  • Musik: Ben Jeger

  • Kamera: Peter von Haller

  • Jahr: D/CH 2011

Laufzeit: 101 Min. ?Der Verdingbub" ist die Geschichte des Waisenkindes Max (Max Hubacher). Als die Bauernfamilie Bösiger (Katja Riemann, Stefan Kurt) ihn verdingt, glaubt er, sein größter Traum ginge in Erfüllung und er werde Teil einer ?richtigen Familie". Doch statt Liebe und Anerkennung erfährt er nur Demütigung und wird wie ein Arbeitstier ausgenutzt. Das Handorgelspiel ist das Einzige, was ihm niemand nehmen kann. Hier schöpft er Mut und das zum Überleben notwendige Quäntchen Selbstachtung. Als eine neue Lehrerin aus der Stadt sein musikalisches Talent erkennt, darf Max sogar am lokalen Schwingfest vor der gesamten Gemeinde spielen. Das Glück ist allerdings von kurzer Dauer - Eifersucht und Missgunst drohen es zu zerstören. Als die Lehrerin sich für ihn einsetzt, wird das Leben für Max auf dem Hof noch schlimmer. Nur die Freundschaft zu Berteli (Lisa Brand) stärkt seinen Überlebenswillen. Wie er wurde das Mädchen von den Bösigers verdingt. Mit ihr träumt Max sich nach Argentinien, in eine Fantasiewelt, wo ausschließlich Fleisch gegessen wird. Doch dann endet der Traum in einer brutalen Katastrophe. Schließlich gelingt Max die Flucht und er versucht, den Traum von Argentinien Wirklichkeit werden zu lassen, gerüstet mit seiner Handorgel und der Gewissheit: Da draußen, in der Welt, kann es nur besser werden. Laut Regisseur Markus Imboden ist ?Der Verdingbub" ein moderner Film. Die Kamera soll nicht historisieren, es soll keine Distanz geben. Modern und unverkrampft schauen wir den Menschen zu. Ohne die Tragödie zu verraten, wirkt der Film leicht und unverkrampft.